Unsere Vereinsgeschichte

von A. Lins

Die Vereinsgründung

Die Gründung des Sportvereins Dogern erfolgte am 26. März 1949 im Gasthaus "Leber". Die notwendigen Vorarbeiten, und dazu gehörte im Besonderen die Genehmigung durch die französische Militärregierung, hatten Hans Daniels, Paul Hauser und Manfred Weltegeleistet. Dieser Personenkreis war es auch, der zusammen mit Hubert Agster als Vorsitzender die erste Vorstandschaft bildete.

Die Anfangsjahre

Betrieben wurde zunächst nur Leichtathletik und Turnen. Das Fehlen von geeigneten Übungsstätten und von Geräten ließ das Vereinsleben jedoch nicht richtig in Schwung kommen, und schon nach einem Jahr stand der Verein kurz vor seiner Auflösung. Dazu kam es jedoch nicht. Oberlehrer Friedrich Kuner und dessen Sohn Lothar, heute Ehrenpräsident des Vereins, plädierten für eine Hinwendung zum Fußballsport, und setzten sich durch.

Der Sportplatzbau

Das Hauptproblem, das der junge Verein zu bewältigen hatte, bestand in der Beschaffung eines Sportplatzes. Von der Gemeinde war zu diesem Zeitpunkt wenig Unterstützung gegeben,  Eigeninitiative war also gefragt. Und wieder war es Oberlehrer Kuner, der die entscheidenden Weichen stellte. Auf seine Vermittlung hin stellte die RADAG auf der zwischen Kanal und Altrhein gelegenen "Auhof-Insel" ein Gelände zur Verfügung. Dieses freilich glich eher einer Urwaldlandschaft, und zur Urbarmachung bedurfte es eines enormen Pioniergeistes. Doch das Werk gelang, und als im ersten Spiel der TV Schachen gar mit 5:0 besiegt wurde, war der Jubel groß. Die offizielle Einweihung des neuen Platzes, der später zu einem Schmuckstück wurde, erfolgte im Jahre 1953.

Die sportliche Entwicklung der Anfangsjahre

Im Spieljahr 1952/53 nahm der SV Dogern erstmals an den Pflichtspielen des Verbandes teil. Von Anfang "mischte" man kräftig mit, und ein erster Höhepunkt brachte das Spieljahr 1955/56. Unter ihrem Trainer Heli Maier aus Waldshut errang die Mannschaft den Meistertitel in der C-Klasse, was mit dem Aufstieg in die B-Klasse verbunden war.Einen legendären Ruf als gefürchteter Torjäger erwarb sich in der damaligen Zeit der oben bereits erwähnte Lothar Kuner. Während 4 Spielzeiten erzielte er nicht weniger als 263 Treffer.
Auch in der neuen Spielklasse hielt die sportliche Aufwärtsentwicklung an. Bereits 1965 stand man erneut auf dem Meisterpodest und stieg in die A-Klasse (heute Bezirksliga) aufStellvertretend für alle sei das Sturmtrio Udo Gabele - Herbert Mücke - Bernd Hausmanngenannt, das zusammen 75 Mal ins Schwarze traf.

Magere Jahre

Vier Jahre lang verblieb man in der A-Klasse, dann allerdings setzte ein Negativtrend ein. Die sportlichen Erfolge blieben aus, und nach zweimaligem Abstieg fand man sich im Jahre 1970 in der C-Klasse wieder. Ferdinand Wachter, während 13 Jahren erster Vorsitzender, trat zurück, und seinem Nachfolger Lothar Kuner oblag es nun, den Verein aus der Talsohle herauszuführen. Mit der Intensivierung der Jugendarbeit setzte man dabei die entscheidenden Akzente. Doch sollte es bis 1982 dauern, bis diese Arbeit mit dem Wiederaufstieg in die Kreisliga A Früchte trug.

Sportplatz- und Vereinsheimbau

Mitte der Siebzigerjahre musste der Auhof-Sportplatz aufgegeben werden, da die RADAG das Gelände für die Errichtung eines Staubeckens benötigte. Die Gemeinde nahm sich des Problems sofort an und ließ im Gewann "In der Ewies" einen Hartplatz errichten, der 1979 in Betrieb genommen wurde. Gleichzeitig erfolgte durch den Vereinder Bau eines eigenen Clubheims. Mit der Fertigstellung des Rasenplatzes im Jahre 1987 wurde die Sportstättenplanung, die in Bürgermeister Karl-Heinz Wehrle einen entschiedenen Fürsprecher hatte, abgeschlossen.  Der Verein selbst trug rund 9000 Stunden freiwilliger Arbeitsleistung zum Gelingen bei.

Sportlicher Höhenflug

Zu einem sportlichen Höhenflug setzte die erste Mannschaft ab 1982 an. Unter ihrem Trainer Hansi Rotzinger gelang der Aufstieg in die Bezirksliga und im Jahre 1989 gar in die Landesliga. Mit diesem Ereignis erreichte man den größten sportlichen Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. Ohne die Leistungen der übrigen Spieler schmälern zu wollen, seien in diesem Zusammenhang die Brüder Andreas, Wolfgang und Bernd Mücke genannt, wobei sich vor allem Wolfgang als Goalgetter in Szene zu setzen vermochte. Zur finanziellen Absicherung initiierte der damalige Vorsitzende Helmut Sikora die Herausgabe der Vereinsbroschüre "SV D - aktuell".
In der Folgezeit erwies sich die Mannschaft als "Wanderer zwischen den Ligen". Zweimal musste man zurück in die Bezirksliga, doch zweimal, 1994 und 1998, stieg man auch wieder auf. Väter dieser Erfolge waren die Trainer Lothar Silfang und Udo Gabele. Ausgerechnet im Jubiläumsjhr 1999 war der Abstieg ein weiteres Mal nicht zu vermeiden.

Die übrigen Mannschaften

Eine große Bedeutung maß man stets der Jugendarbeit zu. Die Erfolge blieben nicht aus. So spielten mehrere Teams Ende der Achtzigerjahre in der Verbandsstaffel, der höchsten Spielklasse innerhalb des Südbadischen Fußballverbands. Lange Zeit eher ein Schattendasein führte die zweite Mannschaft, die 1956 erstmals am Spielbetrieb teilnahm, dies mit mehr oder minder Erfolg in der untersten Spielklasse. Erst im Jahre 1991 gelang ihr unter dem Trainer Rudiger Fink der Aufstieg in dieKreisliga B.
Zwischen 1982 und 1989 stellte der SVD auch eine Damenmannschaft, für die Abteilungsleiterin Gabi Schmidt die Verantwortung trug. Es dauerte jedoch bis 1986, ehe man den ersten Sieg in einem Punktspiel "einfahren" konnte. Der Mangel an Spielerinnen bedeutete im Jahre 1989 das "Aus" für dieses Team.
Als tragende Stütze im Verein erwies sich stets die AH-Abteilung mit ihrem "Präsidenten auf Lebenszeit" Peter Müller an der Spitze. Viele von ihnen trugen oder tragen Verantwortung in der Vorstandschaft und in der Jugendarbeit. Unersetzlich sind die Mitglieder auch bei anfallenden Arbeitseinsätzen. Und dass auch noch Fußball gespielt wird, versteht sich von selbst

 

 

 

 

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